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Drahtzieher / Drahtzieherin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 3.339 – 4.253 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart Ausbildung
Empfohlener Abschluss kein vorgeschriebener Schulabschluss

Nein, als Drahtzieher planst du kein Banküberfall oder Juwelenraub. Vielmehr sorgst du dafür, dass Autos fahren, Häuser halten oder der heimische Mixer funktioniert. Erhalte im Folgenden einen Einblick in den Berufsalltag und die Zukunft als Drahtzieher.

Berufsbild Drahtzieher / Drahtzieherin

Was macht ein Drahtzieher (m/w/d)?

Ein Drahtzieher ist ein Spezialist in der Metallverarbeitung. Deine Hauptaufgabe: Metallstäbe zu Draht zu verarbeiten. Dafür benutzt du spezielle Maschinen, die den Metallstab durch immer kleinere Öffnungen ziehen. So entsteht der Draht in verschiedenen Stärken und Formen. Auch Nachbehandlungen sowie Qualitätskontrollen führst du in dem Beruf des Drahtziehers durch. Du prüfst das fertige Produkt auf Fehler und stellst sicher, dass es den Vorgaben entspricht. Neben der Drahtherstellung kannst du auch für das Beschichten oder Verzinken des Drahts verantwortlich sein, um ihn vor Korrosion zu schützen.

Wie sieht der Berufsalltag als Drahtzieher aus?

Dein Alltag ist geprägt von technischem Know-how und Genauigkeit. Du bereitest die Ausgangsmaterialien vor, richtest die Drahtzieh-, Trenn- und Umformmaschinen ein und überwachst den gesamten Herstellungsprozess. Bei Abweichungen im Produktionsablauf greifst du korrigierend ein. Zudem gehören die Wartung und Instandhaltung der Maschinen zu deinen alltäglichen Aufgaben. Du führst regelmäßige Kontrollen durch, um eine einwandfreie Funktion der Maschinen sicherzustellen.

Auch das Einhalten von Sicherheitsvorschriften und das Tragen von Schutzkleidung sind in deinem Arbeitsalltag von großer Bedeutung.

Wo arbeiten Drahtzieher?

Drahtzieher arbeiten vor allem in Betrieben der Metallverarbeitung. Dazu gehören unter anderem Hersteller von Kabeln, Federn oder Ketten. Doch auch in der Automobilindustrie wirst du als Drahtzieher gebraucht, zum Beispiel für die Herstellung von Fahrzeugteilen.

Darüber hinaus findest du Beschäftigung in der Elektroindustrie oder im Maschinenbau, wo Drahtprodukte eine wichtige Rolle spielen. In einigen Betrieben arbeitest du in großen Produktionshallen, in denen Lärm und hohe Temperaturen zum Alltag gehören.

Ausbildung zum Drahtzieher / zur Drahtzieherin

Wie läuft die Ausbildung zum Drahtzieher ab?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik qualifiziert dich zur Drahtzieherin. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung, die aus theoretischem Unterricht an der Berufsschule sowie praktischen Betriebseinsätzen besteht. In der Regel absolvierst du die Ausbildung innerhalb von 2 Jahren.

Was lernt man in der Ausbildung zum Drahtzieher?

In deiner Ausbildung lernst du alles über die Eigenschaften von Metallen und wie man sie verarbeitet. Du wirst geschult in der Bedienung von Drahtziehmaschinen und in der Wartung dieser Maschinen. Auch die Themen Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit stehen auf dem Lehrplan.

Drahtzieher: Voraussetzungen für die Ausbildung

Drahtzieher zu werden, hört sich super an? Aber bringst du auch wirklich alles Nötige dafür mit? Das kannst du jetzt hier prüfen.

Schulfächer
  • Physik
  • Werken/Technik
  • Mathe
Stärken
  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis
  • Selbstständigkeit und Sorgfalt
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Produktionshallen, Werkhallen
  • Tragen von Schutzkleidung
  • Arbeit unter Lärm, bei Rauch und Staub, mit Schmierstoffen

Um Drahtzieher zu werden, brauchst du rein rechtlich keinen bestimmten Schulabschluss. In der Praxis solltest du meist aber mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben.

Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind ebenfalls entscheidend. In dem Beruf macht es sich bezahlt, ein solides Fitnesslevel aufzuweisen – denn dein Alltag kann hin und wieder körperlich anspruchsvoll sein. Bringst du zusätzlich Interesse an Naturwissenschaften mit, steht deiner Karriere als Drahtzieher nichts mehr im Weg.

Wie viel verdient ein Drahtzieher in der Ausbildung?

Tatsache ist: Dein Verdienst als Azubi variiert je nach Betrieb und Region. Durchschnittlich kannst du im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik mit einer Ausbildungsvergütung von 1.100 bis 1.200 Euro rechnen.

Passt die Ausbildung zum Drahtzieher zu mir?

Die Ausbildung zum Drahtzieher könnte zu dir passen, wenn

  • du ein ausgeprägtes Interesse an technischen Prozessen und Maschinen hast
  • du über handwerkliches Geschick und eine gute Hand-Augen-Koordination verfügst
  • du gerne präzise und sorgfältig arbeitest
  • du körperlich fit und belastbar bist

Die Ausbildung passt weniger zu dir, wenn

  • du wenig bis kein Interesse an Technik hast
  • du eine Tätigkeit im Büro oder am Schreibtisch bevorzugst
  • du zu Ungeduld neigst
  • Schichtarbeit für dich partout nicht infrage kommt

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Türen offen. Du kannst dich zum Beispiel zum Techniker in der Fachrichtung Metall weiterbilden. Auch ein Studium im Bereich Maschinenbau oder Werkstofftechnik ist möglich, falls du das Abitur hast oder die entsprechende Fachhochschulreife erlangst. Wie die Möglichkeiten der Weiterbildung als Drahtzieher genau aussehen, zeigen wir dir jetzt im Folgenden.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Drahtzieher / zur Drahtzieherin

Um als Drahtzieher stets up to date zu bleiben, gibt es Anpassungsweiterbildungen. Du kannst beispielsweise Entwicklungen in Bereichen wie Metallbe- und Fertigungstechnik oder Qualitätsprüfung kennenlernen.

Aufstiegsweiterbildungen dagegen dienen dazu, deine Karriere anzukurbeln. Weiterbilden kannst du dich als Drahtzieher zum Beispiel zum Industriemeister - Metall, zum Techniker - Maschinentechnik oder zum Stanz- und Umformmechaniker.

Aber auch ein Studium ist eine gute Option. Passende Studiengänge sind unter anderem:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Drahtzieherin

Die Zukunftsaussichten für Drahtzieher stehen gut. Metallprodukte – speziell Drähte – werden in zahllosen Branchen und Kontexten gebraucht. So arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Handwerk und Technik und trägst zu wichtigen Produkten des täglichen Lebens bei. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen kannst du deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich verbessern. So kann dich ein weiterführendes Studium beispielsweise für Führungspositionen qualifizieren.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Drahtzieher hast du aktuell ziemlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil in der Metallindustrie viele Fachkräfte fehlen. In Ziehereien, kleinen Metallbetrieben und der Industrieproduktion werden ständig neue Leute gesucht. Du bedienst Maschinen, überwachst die Produktion und kontrollierst die Qualität. Mit Berufserfahrung als Drahtzieher kannst du dich später zum Vorarbeiter oder Meister weiterentwickeln.

Ja, der Beruf als Drahtzieher ist auch für Quereinsteiger geeignet, wenn du Lust auf Metall und Technik hast. Oft wirst du direkt im Betrieb angelernt und arbeitest Schritt für Schritt an den Maschinen. Vorerfahrung aus Produktion oder Handwerk ist hilfreich, aber kein Muss. Als Drahtzieher solltest du sorgfältig, zuverlässig und körperlich fit sein.

Um als Drahtzieher zu arbeiten, brauchst du vor allem handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Du solltest gerne mit Metall umgehen, Maschinen bedienen und dich nicht vor etwas Schmutz oder Lärm stören lassen. Wichtig sind außerdem Teamfähigkeit, Konzentration und ein gutes Augenmaß. Als Drahtzieher musst du genau arbeiten und Sicherheitsvorschriften einhalten.

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Bildnachweis:

„Drahtzieher bei der Arbeit“ ©chokniti - stock.adobe.com
„Drahtzieher arbeiten mit verschiedensten Maschinen“ ©winnievinzence - stock.adobe.com