Revierjäger / Revierjägerin
Ausbildung & Beruf
Was macht ein Revierjäger (m/w/d)?
Als Revierjäger bewirtschaftest du ein abgegrenztes Gebiet und setzt dich für einen artenreichen und gesunden Wildbestand ein. Du bist als Berufsjäger anerkanntes Fachpersonal für die Jagd.
Für das Wild legst du Äsungs- und Deckungsflächen an, schützt die Tiere vor eventuellen Gefahren durch Menschen und versorgst im Winter die Futterstellen. Außerdem setzt du dich für den Naturschutz unter Berücksichtigung ökologischer Zusammenhänge ein.
Doch auch die Regulierung der Wildbestände gehört als Berufsjäger dazu. Dafür bejagen sie ihr Revier und zerlegen und verkaufen das erlegte Wild.
Wo kann ich als Revierjäger arbeiten?
Jobs für Revierjäger gibt es vor allem bei Jagd- und Forstverwaltungen bzw. Jagd- und Forstbetrieben, darüber hinaus auch bei Jagd-, Forst- und Naturschutzverbänden.
Um organisatorische Aufgaben zu erledigen, sind Revierjäger ab und zu auch im Büro. Die meiste Zeit verbringen sie allerdings draußen im Wald. Zudem sind sie in der Regel mit einem Geländefahrzeug unterwegs, um an alle Ecken ihres Jagdreviers zu gelangen.
Als Revierjäger hast du unregelmäßige Arbeitszeiten. Wildtiere sind vor allem früh morgens und am Abend aktiv, daher startest du oft sehr früh und bist auch mal spät unterwegs. Jagdführungen und Sammeljagden finden manchmal am Wochenende statt. Viele Aufgaben erledigst du draußen, egal ob es regnet, schneit oder heiß ist. In der Hauptjagdzeit und bei Projekten kann es intensiver werden, dafür gibt es ruhigere Phasen mit Pflege- und Wartungsarbeiten.
Ausbildungsorte als Revierjäger
Wie viel verdient ein Revierjäger?
Als Revierjäger steigst du nach der Ausbildung mit rund 2.600 Euro brutto pro Monat ein. Je nach Betrieb, Region und Tarif kann die Höhe des Gehalts aber variieren. Mit Berufserfahrung wachsen deine Chancen: Langfristig sind so auch höhere Verdienste möglich. Tarifbindung, Betriebsgröße und Bundesland haben darüber hinaus auch großen Einfluss auf das Revierjäger Gehalt.
Wie viel verdient ein Revierjäger in der Ausbildung?
Wie viel du während deiner Berufsausbildung zum Revierjäger verdienst, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Vor allem dein Ausbildungsbetrieb und das Bundesland, in dem du deine Ausbildung machst, bestimmen dein Gehalt. Ob du Tarifgehalt bekommst, spielt eine ebenso große Rolle.
Machst du deine Ausbildung als Revierjäger im öffentlicher Dienst bei einem kommunalen Arbeitgeber, könnte deine tarifliche Ausbildungsvergütung so aussehen:
- im 1. Ausbildungsjahr: 1.218 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 1.268 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 1.314 Euro
Wie läuft die Ausbildung zum Revierjäger ab?
Revierjägerin wirst du in einer 3-jährigen dualen Ausbildung. Im dualen System bist du abwechselnd in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb und lernst somit Theorie und Praxis parallel kennen. Du lernst den Berufsalltag in Jagd- oder Forstbetrieben kennen und vertiefst die Theorie in der Berufsfachschule.
Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Darin musst du deinen Kenntnisstand unter Beweis stellen. Nach dem 3. Ausbildungsjahr geht’s ans Eingemachte: Bestehst du die Abschlussprüfung, bist du ein Berufsjäger und darfst dich offiziell Revierjäger nennen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Revierjäger?
Die Ausbildung zum Revierjäger dauert regulär 3 Jahre. Der Weg ist klar: Du kombinierst Theoriephasen in der Schule mit den praktischen Inhalten im Revier. Wichtig ist, dass du dir früh einen passenden Ausbildungsbetrieb suchst, der dir vielfältige Einsätze ermöglicht. So sammelst du als Revierjäger von Beginn an echte Praxiserfahrung und baust dir ein Netzwerk in Jagd- und Forstbetrieben auf.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Revierjäger?
Im Betrieb steigst du in die Praxis als Revierjäger ein und lernst alles, was man für den Beruf braucht. Dazu zählt z. B., welche einheimischen Wildtierarten existieren, wie diese sich ernähren und welche Krankheiten es gibt. Hierzu gehört auch, die Lebensräume von Wildtieren zu gestalten.
In der Berufsschule lernst du das theoretische Fachwissen für den Beruf. Zu den fachspezifischen Lernfeldern gehören beispielsweise das Betreiben von Revieren oder ökologische Zusammenhänge. Doch auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde stehen auf deinem Stundenplan.
Ebenso lernst du als angehender Berufsjäger, wie man Jagdhunde hält und verantwortungsvoll mit Waffen und anderen Jagdgeräten sowie der Munition umgeht.
Rein rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgesehen, aber die meisten Auszubildenden bringen die Hochschulreife mit. Das soll aber nicht heißen, dass man mit einem niedrigeren Abschluss nicht zugelassen wird. Bringst du gute Noten in Biologie und Mathematik mit, hilft dir das im Umgang mit den im Wald lebenden Tieren und Pflanzen und bei der Berechnung der Futterrationen. Gute Fähigkeiten in Werken bzw. Technik helfen dir, Revierzäune anzulegen oder Futterstellen zu bauen.
Außerdem solltest du gut damit umgehen können, den ganzen Tag draußen und bei jeglichen Witterungsbedingungen zu arbeiten. Unregelmäßige Arbeitszeiten gehören ebenso zum Beruf. Zu guter Letzt benötigst du in der Regel auch einen Jagdschein und einen Führerschein der Klasse B für den Beruf des Revierjägers. Fürs Zerlegen des Wildes brauchst du eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.
- Biologie
- Mathe
- Werken/Technik
- Handwerklich-technisches Geschick
- Körperliche Fitness
- Räumliche Orientierung
- Umfeld: Wald, selten Büro
- Körperlich schwere Arbeit
- Unregelmäßige Arbeitszeiten
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Revierjäger Ausbildung kannst du dich zum Revierjagdmeister weiterbilden. Mit Meistertitel übernimmst du oft mehr Verantwortung, leitest Reviere, organisierst Jagden und bildest Nachwuchs aus. Auch ein Studium, zum Beispiel in Forstwirtschaft, Landschaftsökologie oder Biologie, öffnet dir Türen in Planung, Management oder Forschung.
Als Revierjäger kannst du dich zudem fachlich spezialisieren, etwa auf bestimmte Wildarten, Hundearbeit oder Öffentlichkeitsarbeit. Weiterbildung wirkt sich meist positiv auf dein Gehalt aus und verbessert deine Chancen auf feste und leitende Stellen. So wächst du Schritt für Schritt vom Revierjäger zum Experten im Wildmanagement.
Als Revierjäger verbindest du Natur, Handwerk und Verantwortung. Die Ausbildung führt dich gezielt in Wildbiologie, Jagdrecht, Hundewesen und Naturschutz ein. Dazu kommt viel Praxis im Revier. Nach drei Jahren bist du bereit, Bestände zu managen, Lebensräume zu pflegen und Jagden professionell umzusetzen. Die Arbeit ist abwechslungsreich, fordert Einsatz und bietet echte Wirkung für Wald und Wild. Mit Weiterbildung zum Revierjagdmeister oder einem passenden Studium erweiterst du deine Möglichkeiten. Wenn du Natur liebst, zuverlässig bist und Verantwortung übernehmen willst, ist Revierjäger genau dein Weg.
Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Revierjäger aktuell solide Chancen, vor allem wenn du flexibel bist. Viele Stellen findest du in Forstbetrieben, Jagdrevieren und großen Landgütern. Oft werden erfahrene Fachkräfte für Hege, Wildmanagement und Naturschutz gesucht. Als Revierjäger hast du mit einer guten Ausbildung und Praxis meist ganz ordentliche Perspektiven. Auch befristete Jobs können den Einstieg in den Beruf erleichtern.
Ja, du kannst auch als Quereinsteiger Revierjäger werden, brauchst dafür aber eine anerkannte Ausbildung. Meist startest du über Praktika, Jagdschein und anschließend eine geregelte Berufsbildung. Vorkenntnisse aus Forst, Landwirtschaft oder Handwerk helfen dir dabei. Als Revierjäger ist es wichtig, dass du motiviert bist, gern draußen arbeitest und bereit bist, dazuzulernen. So steigen viele später erst in diesen speziellen Beruf ein.
Als Revierjäger brauchst du vor allem Naturverbundenheit und Verantwortungsbewusstsein. Du solltest gern draußen arbeiten, Wind und Wetter machen dir wenig aus. Wichtig sind eine gute Beobachtungsgabe, Konzentration und körperliche Fitness. Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis helfen dir im Revieralltag. Als Revierjäger profitierst du außerdem von Teamfähigkeit und einer ruhigen, zuverlässigen Art. So wirkst du sicher, souverän und wirst im Team geschätzt.
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