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Sportjournalist / Sportjournalistin
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Sportjournalist

Ob packende Fußball-Derbys, emotionale Siegerehrungen oder investigative Recherchen zu Sportskandalen – als Sportjournalist bist du hautnah dabei. Dein Job ist es, Sportereignisse nicht nur zu verfolgen, sondern sie für dein Publikum spannend und verständlich aufzubereiten. Du recherchierst Hintergründe, führst Interviews mit Athleten und Experten und bringst die wichtigsten Informationen auf den Punkt. Dabei kannst du in verschiedenen Medien wie Print, Online, Radio oder Fernsehen tätig sein.

Was macht ein Sportjournalist (m/w/d)?

Sportjournalisten informieren die Öffentlichkeit über Sportereignisse. Sie schreiben Artikel, führen Interviews und moderieren Sendungen. Neben der Berichterstattung gehört auch die kritische Analyse von Sportgeschehnissen zu ihren Aufgaben.

Besonders wichtig sind eine klare Ausdrucksweise und die Fähigkeit, komplexe sportliche Zusammenhänge verständlich zu erklären. Außerdem müssen sie gut recherchieren, Fakten prüfen und Inhalte spannend aufbereiten. Je nach Medium arbeiten sie im schnellen Online-Journalismus, im investigativen Printbereich oder in der Live-Berichterstattung im Fernsehen und Radio. Kreativität und ein Gespür für aktuelle Trends sind daher ebenfalls essenziell.

Aufgaben als Sportjournalist

Sportjournalisten kommentieren live im Fernsehen

Ein Sportjournalist recherchiert, schreibt und berichtet live von Sportereignissen. Dabei geht es nicht nur um die bloße Wiedergabe von Ergebnissen, sondern auch um Hintergrundberichte, Analysen und Kommentare. Er interviewt Athleten, Trainer oder Experten, analysiert deren Aussagen und ordnet sie für das Publikum ein. Besonders bei großen Sportevents wie Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen ist eine schnelle, präzise Berichterstattung gefragt.

Je nach Medium unterscheiden sich die Aufgaben:

  • Print- und Online-Journalismus: Verfassen von Spielberichten, Analysen, Kommentaren und Porträts über Sportler oder Vereine.
  • Fernsehen und Radio: Moderation von Sportformaten, Live-Kommentare zu Spielen oder Expertenanalysen in Talkrunden.
  • Social Media: Produktion von Beiträgen für Plattformen wie Instagram, Twitter oder YouTube, oft mit kurzen Videos, Infografiken oder Live-Updates.
  • Hintergrundrecherche: Sammeln und Verifizieren von Informationen zu Sportthemen, Doping-Skandalen oder wirtschaftlichen Entwicklungen im Sport.

Neben der tagesaktuellen Berichterstattung geht es oft auch um langfristige Themen. Trends im Sport, technische Innovationen oder gesellschaftliche Entwicklungen, wie die Rolle von Frauen im Profisport, gehören ebenfalls zu den Inhalten, mit denen sich Sportjournalisten beschäftigen.

Wo kann ich als Sportjournalist arbeiten?

Sportjournalisten sind in verschiedenen Medien tätig. Zeitungen und Zeitschriften bieten klassische Print-Jobs, während Fernsehsender Live-Kommentatoren und Moderatoren benötigen. Im Online-Bereich gibt es zahlreiche Möglichkeiten bei Sportportalen und Blogs. Auch Vereine, Sportverbände und Unternehmen beschäftigen Sportjournalisten in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus gibt es immer mehr Chancen im Social-Media-Bereich, wo du als Blogger, Content Creator, Video-Journalist oder sogar Influencer direkt mit der Community interagieren kannst.

Arbeitszeiten als Sportjournalist

Die Arbeitszeiten sind oft unregelmäßig. Viele Sportereignisse finden am Abend oder am Wochenende statt, sodass Journalisten zu diesen Zeiten arbeiten müssen. Besonders bei Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften sind lange Arbeitstage und Reisen an der Tagesordnung. Wer diesen Beruf wählt, sollte also flexibel sein und mit Stress umgehen können.

Wie viel verdient ein Sportjournalist in der Ausbildung?

Das Sportjournalisten Gehalt während der Ausbildung oder des Volontariats variiert. Während deinem Studium erhältst du normalerweise keine Vergütung. Bei einem Praktikum gibt es in den ersten Monaten oft nur eine geringe oder gar keine Bezahlung. Als Volontär bzw. Volontärin kannst du auch ebenfalls nicht immer mit einer Vergütung rechnen. Während eines Volontariats kann das Einkommen aber bei rund 2.000 Euro brutto im Monat liegen. Nach der Ausbildung hängt das Gehalt stark von der Anstellung und dem Arbeitgeber ab.

Wie läuft die Ausbildung als Sportjournalist ab?

Es gibt verschiedene Wege in den Beruf:

  • Studium: Viele Sportjournalisten absolvieren ein Bachelorstudium in Sportjournalismus oder reinem Journalismus bzw. studieren zunächst einen Studiengang mit Sport und machen im Anschluss daran ein Volontariat
  • Volontariat: Praktische Ausbildung in einer Redaktion, meist nach einem Studium
  • Journalistenschulen: Spezialisierte Ausbildung mit Praxisbezug

Wie lange dauert die Ausbildung als Sportjournalist?

Die Dauer der Ausbildung hängt vom gewählten Weg ab. Ein klassisches Bachelorstudium in Sportjournalismus oder Journalismus dauert in der Regel 6 bis 8 Semester, also 3 bis 4 Jahre. Danach folgt oft ein Volontariat in einer Redaktion, das je nach Unternehmen zwischen 12 und 24 Monate dauert.

Alternativ gibt es spezialisierte Journalistenschulen, die eine praxisnahe Ausbildung in 1 bis 2 Jahren anbieten. Wer sich durch Praktika oder freie Mitarbeit bereits während des Studiums Erfahrung aneignet, kann den Berufseinstieg oft schneller schaffen. Insgesamt solltest du für die Ausbildung und den Einstieg in den Sportjournalismus etwa 4 bis 5 Jahre einplanen.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Sportjournalist?

Während der Ausbildung oder des Studiums lernen angehende Sportjournalisten:

  • Journalistische Grundlagen: Recherche, Schreibtechniken, Ethik.
  • Medientechnik: Kameraführung, Videoschnitt, Podcast-Produktion.
  • Sportwissenschaft: Kenntnisse über Trainingslehre, Sportarten und Wettkampfstrukturen.
  • Medienrecht: Presserecht, Urheberrecht und Datenschutz.

Voraussetzungen für die Ausbildung zur Sportjournalistin

Wer Sportjournalist werden möchte, sollte eine hohe Affinität zum Sport haben und sich schriftlich sowie mündlich gut ausdrücken können. In der Regel wird das Abitur oder Fachabitur vorausgesetzt, vor allem für ein Studium. Praktische Erfahrungen, z. B. durch Praktika oder freie Mitarbeit bei Sportmedien, sind ein großer Vorteil. Auch eine schnelle Auffassungsgabe, Analytisches Denken, ein sicheres Auftreten und die Fähigkeit, unter Zeitdruck zu arbeiten, sind wichtige Eigenschaften für diesen Beruf.

Passt die Ausbildung zum Sportjournalisten / zur Sportjournalistin zu mir?

Der Beruf Sportjournalist bzw. Sportjournalistin passt zu dir, wenn

  • du eine große Leidenschaft für Sport hast,
  • du gerne schreibst, recherchierst und Geschichten spannend erzählst,
  • du kommunikativ bist und gerne Interviews führst,
  • du flexibel bist und auch abends oder am Wochenende arbeiten kannst,
  • du Stress aushältst und unter Zeitdruck präzise arbeitest.

Eine andere Ausbildung passt besser zu dir, wenn

  • du kein großes Interesse an Sport hast,
  • du dir feste Arbeitszeiten und einen Büroalltag wünschst,
  • du ungern auf Menschen zugehst oder Interviews führst,
  • du dich in hektischen Situationen schnell gestresst fühlst.

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Weiterbildung und Karrierechancen als Sportjournalist

Nach der Ausbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Der Medienmarkt verändert sich ständig, und neue Technologien sowie digitale Plattformen eröffnen immer wieder neue Karrierechancen. Wer sich stetig fortbildet und praktische Erfahrungen sammelt, kann sich in der Branche langfristig etablieren. Besonders Spezialisierungen oder Zusatzqualifikationen in modernen Medienformaten sind gefragt, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung als Sportjournalist

Sportjournalisten können sich auf bestimmte Sportarten oder Medienformate spezialisieren. So gibt es beispielsweise Experten für Fußball, Wintersport oder Motorsport, die sich tiefgehend mit ihrem jeweiligen Bereich beschäftigen. Darüber hinaus bieten Fortbildungen in Moderation, Social Media oder Datenjournalismus die Möglichkeit, sich breiter aufzustellen und neue Aufgabenbereiche zu übernehmen. Besonders im digitalen Zeitalter sind Kenntnisse in Video- und Audio-Produktion, Podcasting oder Livestreaming gefragter denn je.

Auch ein Masterstudium in Sportjournalismus, Medienmanagement oder Kommunikationswissenschaft kann eine Option sein, um sich für höher qualifizierte Positionen zu empfehlen.

Karrierechancen nach der Ausbildung als Sportjournalistin

Mit Erfahrung und Weiterbildung können Sportjournalisten leitende Positionen übernehmen, etwa als Redaktionsleiter oder Chef vom Dienst, wo sie für die Planung und Steuerung von Inhalten verantwortlich sind. Wer sich im Bereich Moderation weiterentwickelt, kann als TV- oder Radio-Moderator große Sportveranstaltungen begleiten und Interviews mit Top-Athleten führen.

Auch eine Karriere als Pressesprecher eines Sportvereins, Sportverbandes oder Unternehmens aus der Sportbranche ist eine interessante Möglichkeit. Manche Sportjournalisten wagen auch den Schritt in die Selbstständigkeit und arbeiten als freie Reporter, Blogger oder Content Creator für verschiedene Plattformen. Wer sich durch fundiertes Fachwissen, eine starke Persönlichkeit und ein gutes Netzwerk auszeichnet, kann in der Branche weit aufsteigen.

Fazit: Zwischen Wissenschaft und Praxis: Deine Rolle als Sportjournalist

Als Sportjournalist verbindest du deine Leidenschaft für Sport mit journalistischem Handwerk. Du berichtest über spannende Ereignisse, analysierst Hintergründe und informierst dein Publikum. Mit Engagement, Flexibilität und kontinuierlicher Weiterbildung stehen dir in diesem Beruf viele Türen offen. Dabei hast du die Möglichkeit, sowohl live vor Ort als auch hinter den Kulissen zu arbeiten und die Geschichten des Sports hautnah mitzuerleben. Ob als Reporter, Moderator oder Redakteur – deine Arbeit trägt dazu bei, Sportfans mit exklusiven Informationen und tiefgehenden Analysen zu versorgen. Wer bereit ist, sich stetig weiterzuentwickeln und neue Medienformate zu erobern, kann in der Welt des Sportjournalismus eine erfolgreiche Karriere aufbauen.

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Bildnachweise: „Sportjournalistin bei der Arbeit“ ©Svitlana – stock.adobe.com; „Sportjournalisten kommentieren live im Fernsehen“ ©Phillip Holland – stock.adobe.com